01/
2026
„Sterne des Sports“
Heldenhaft!
Volksbanken und Raiffeisenbanken verleihen gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Berlin die „Großen Sterne des Sports“ / Preisträger aus Herford, Eilenburg, Stuttgart
Grenzenlose Freude in Ostwestfalen: Die Turngemeinde (TG) Herford von 1860 ist für ihre Initiative „Vereinsheld 2025 – Unsere Zukunft ist Ehrenamt“ mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2025 geehrt worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender überreichten die bedeutendste Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen in Deutschland gemeinsam mit der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak und dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Otto Fricke.
Das Ehrenamt neu denken und nachhaltig stärken
Die TG Herford von 1860 überzeugte mit ihrer Initiative „Vereinsheld 2025 - Unsere Zukunft ist Ehrenamt“. Sie hatte eine große Kampagne gestartet, um das Ehrenamt neu zu denken und nachhaltig zu stärken. Sie reicht von monatlichen Netzwerktreffen, einer eigenen Heldenakademie und Qualifizierungsformaten bis zum innovativen NextGen-Stipendium für junge Engagierte ab 13 Jahren. „Ziel ist es, Engagement sichtbarer, attraktiver und zukunftsfähiger zu machen“, so Frederick Humcke aus dem Vereinsvorstand der TG Herford. Der Verein darf sich über ein Preisgeld von 10.000 Euro freuen.
Steinmeier: „Ohne dieses Engagement ginge gar nichts in Deutschland“
„All die großen Stars sind nicht vom Himmel gefallen, sie kommen aus vielen kleinen, oft ehrenamtlich geführten Vereinen. Deshalb muss uns bewusst sein: Ohne diese ehrenamtliche Arbeit, ohne dieses Engagement ginge gar nichts in Deutschland. Oder wie wir bei dieser Gelegenheit so oft sagen: Ohne Breite keine Spitze. Ich liebe die 'Sterne des Sports' auch deshalb so, weil es einmal im Jahr die große Gelegenheit gibt, unsere Würdigung und Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen auszudrücken und danke zu sagen“, machte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Siegerehrung deutlich.
Kolak: „Gelebte genossenschaftliche Werte“
„Die Begegnung in Sportvereinen schafft, was unsere Gesellschaft ausmacht: Zusammenhalt, Teilhabe und Vertrauen. Die TG Herford hat einen Weg gesucht, Menschen auch künftig zu motivieren, sich gemeinsam zu engagieren und ehrenamtlich anzupacken - und sie hat ihn gefunden. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen tagtäglich auf beeindruckende Art und Weise, was genossenschaftliche Werte im besten Sinne bedeuten: Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft aktiv zu gestalten und Chancen für alle zu schaffen.“, unterstrich BVR-Präsidentin Marija Kolak.
Fricke: „Die Leistung ist nicht in Worte zu fassen“
Otto Fricke sagte: „Ich gratuliere der Turngemeinde Herford von 1860 zum Bundessieg sowie zu diesem großartigen Engagement, bei dem das Ehrenamt auf mustergültige Art und Weise modern gedacht und nachhaltig gestärkt wird; das ist vorbildlich und wurde zu Recht mit dem 'Großen Stern des Sports' in Gold 2025 gewürdigt. Was in unseren rund 86.000 Sportvereinen mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften Tag für Tag geleistet wird, ist nicht in Worte zu fassen und alles andere als selbstverständlich.“
Initiativen aus Sachsen und Baden-Württemberg auf dem Treppchen
Hinter der siegreichen TG Herford von 1860 aus Nordrhein-Westfalen wählte die Jury den VfB Eilenburg auf den zweiten Platz. Der Mehrspartenverein aus Sachsen wurde von der Volksbank Delitzsch begleitet und für seine Initiative „FairPFIFFEN - Mut braucht Rückhalt“ mit einem Preisgeld von 7.500 Euro bedacht. Mit Rang drei und 5.000 Euro geehrt wurde der MTV Stuttgart 1843 aus Baden-Württemberg, begleitet von der Volksbank Zuffenhausen, für die vorbildhafte Gründung einer Parasport-Akademie. Insgesamt hatten 17 Vereine – jeweils als Gewinner des „Großen Stern des Sports“ in Bronze auf lokaler sowie des „Großen Stern des Sports“ in Silber auf Landesebene - die Chance auf den Bundessieg. Die 14 weiteren Finalisten rangieren auf dem gemeinsamen vierten Platz. Sie freuen sich jeweils über ein Preisgeld von 1.000 Euro. Die Entscheidung über den Bundessieg bei den „Sternen des Sports“ 2025 traf eine hochkarätig besetzte Expertenjury. Ihr gehörten unter anderem ehemalige Spitzensportlerinnen und heutige DOSB-Mitglieder, Sportjournalisten sowie Sportwissenschaftler an.
Der Publikumspreis geht nach Rastede
Denise de Vries vom VfL Rastede aus der Region Weser-Ems gewann überdies den mit 2.000 Euro dotierten Publikumspreis für ihr persönliches Engagement bei der Initiative „Vom Tauchen zum Schwimmen - Schwimmerische Früherziehung im VfL Rastede“, begleitet von der Raiffeisenbank Rastede.
Seit 2004 wird gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen belohnt
Der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken würdigen mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ bereits seit dem Jahr 2004 außergewöhnliche gesellschaftliche Aktivitäten in Sportvereinen. Seither flossen tausenden Sportvereinen insgesamt mehr als 9,5 Millionen Euro an Fördermitteln zu. Zum 22. Mal wurden in diesem Jahr nachahmenswerte Initiativen aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Digitalisierung, Demokratieförderung, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung und Diversität, Integration und Inklusion, Kinder- und Jugendförderung, Klimaschutz sowie Vereinsmanagement und -entwicklung bei den „Sternen des Sports“ ausgezeichnet.

